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19.000 Beschäftigte weniger im Brief- und Zustellmarkt

Gerster: Der Post-Monopolschutzlohn hat innerhalb eines Jahres 40 Prozent der lizenzpflichtigen Arbeitplätze vernichtet

Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Neue Brief- und Zustell-dienste e.V. (AGV-NBZ), Florian Gerster, zieht nach über einem Jahr Postmindestlohn ein düsteres Fazit: „Die Kungelei von Post-Managern und Ver.di-Vertretern der Deutschen Post hat bis heute 19.000 lizenzpflichtige Arbeitsplätze vernichtet. Das sind 40 Prozent aller lizenzpflichtigen Arbeitsplätze der Branche."

So heißt es im dem Jahresbericht 2008 der Bundesnetzagentur für den Postbereich: „Die Einführung eines Mindestlohns für die Branche Briefdienstleistungen zum 1. Januar 2008 hat zu großen Veränderungen im Markt geführt." „Infolge zahlreicher Marktaustritte sowie eines anhaltend starken Trends zur Verlagerung von Beförderungsleistungen auf Subunter-nehmen waren im (lizenzpflichtigen) Briefbereich im Jahr 2008 bei den Wettbewerbern 29.000 Arbeitsnehmer beschäftigt. Das sind rund 19.000 weniger als noch 2007."

Bereits das Verwaltungsgericht und das Oberverwaltungsgericht Berlin haben im Jahr 2008 die Rechtsverordnung zum Postmindestlohn für rechtswidrig erklärt. Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Neue Brief- und Zustelldienste e.V., Florian Gerster, hat Bundesarbeitsminister Scholz mehrfach aufgefordert die rechtswidrige Verordnung zum Postmindestlohn sofort zurückzuziehen. „Der Arbeitsplatzvernichtung in der Briefdienstbranche muss endlich ein Ende bereitet werden. Die Zahlen der Bundesnetzagentur sprechen eine eindeutige Sprache. Der Postmindestlohn beweist wie schädlich ein überhöhter Mindestlohn ist.", sagte Gerster.

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